Info zur Analyse

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Fachgerechte Bauzustandsanalyse

Für eine fachgerechte Bauzustandsanalyse sind vor Ort Termine unerlässlich. Am Objekt müssen die Bauschäden eingehend untersucht und messtechnisch erfasst werden.

Am wichtigsten ist es die objektspezifischen Gegebenheiten zu ermitteln und zu bewerten sowie eine Feuchte – und Schadensbilanz aufzustellen.

Vor jeder Sanierung steht eine eingehende Analyse. Das Zusammenführen der Ergebnisse dieser unterschiedlichen Untersuchungen ermöglicht es, eine nachhaltige und wirtschaftliche Sanierung vorzuschlagen.

Auf Basis der Bauzustandsanalyse kann entschieden werden, ob horizontale oder vertikale Abdichtungen nötig sind, ob die Vertikalabdichtung innen oder außen angebracht werden soll oder muß und welches Verfahren bei einer nachträglichen Horizontalabdichtung anwendbar ist. Außerdem ist über flankierende Maßnahmen wie ein Sanierputz (WTA) zu befinden.

Arten der Feuchtigkeitsmessung:

1) Indirekte Feuchtigkeitsmessung nach dem Dielektrizitäts und elektrischem Widerstandsprinzip.

Widerstandsmeßgeräte erzeugen einen elektrischen Meßstrom, der mit Elektroden durch den zu messenden Baustoff geleitet wird. Die Elektroden können als Einschlag -, Einstechelektroden oder durch ein Kabel mit dem Messgerät verbundenen Bohrlochelektroden ausgeführt sein. Baustoffe, zumindest die mineralischen, sind eigentlich Isolatoren oder Nichtleiter. Jeder Baustoff nimmt jedoch eine geringe Menge Wasser auf, die ausreicht, um einen Meßstrom durch ihn fließen zu lassen.

ACHTUNG !!!

Die Skalenwerte sind keine Prozentangaben !
Skalenwerte unterschiedlicher Geräte lassen sich nicht untereinander vergleichen

2) Halbdirekte Feuchtigkeitsmessung nach der Calzium – Carbid – Methode (CM-Gerät)

Bei der Calzium – Carbid – Methode wird im Verlauf der Messung eine Baustoffprobe mit einer Chemikalie vermischt. Bei der Reaktion dieser beiden Komponenten entsteht ein Gas, der Gasdruck wird gemessen und lässt auf den Feuchtegehalt zurückschliessen.

Es wird eine chemische Reaktion zwischen der als Wasser im Baustoff enthaltenen Feuchtigkeit und Calziumcarbid herbeigeführt. Wasser reagiert mit Calziumcarbid zu Acetylengas und Ätzkalk. Die Reaktion lässt man in einem geschlossenen Druckbehälter ablaufen . Das entstehende Acetylengas baut in dem Druckbehälter einen Überdruck auf, der durch einen an dem Druckbehälter angebrachten Manometer ( Druckmesser) angezeigt wird.

Der Druck im Druckbehälter ist abhängig von der Menge an Acetylengas, die entsteht. Da sich das Acetylengas aus Calziumcarbid und Wasser bildet, ist der entstehende Druck ein Maß für die Wassermenge, die der chemischen Reaktion zugeführt wurde. Man schliesst also von dem nach der chemischen Reaktion in dem Druckbehälter herrschenden Druck auf den Feuchtegehalt zurück, der zuvor in der Baustoffprobe enthalten war.

ACHTUNG!!!

Wenn es darum geht, u. a. Argumentationen über den Feuchtgehalt von Baustoffen zu belegen, werden von richterlichen Seite größtenteils CM – Messwerte verlangt !

3) Direkte Feuchtemessung nach der DARR – Methode ( DARR – Schrank)

Das DARR Messprinzip ( von darren = austrocknen ) basiert auf dem Vergleich des Probengewichts in verschiedenen Wassersättigungs – zuständen.

Die entnommene Probe ( Kernbohrung) wird luftdicht verpackt und anschließend an einem geeigneten Ort gewogen. Anschließend wird sie in einem Trockenschrank bei 105 ° C so lange getrocknet bis kein Gewichtsverlust mehr stattfindet. Somit liegt das Grundgewicht der trockenen Probe vor. Im nächsten Schritt wird die getrocknete Probe in einem Wasserbad so lange gewässert bis keine Gewichtszunahme mehr feststellbar ist.

Aus diesen drei Werten lässt sich dann mit Hilfe von Formeln der Gesamtfeuchtegehalt der Probe in Gramm und Masseprozent ermitteln.

ACHTUNG!!!

Das DARR – Messprinzip ist das einzige Prinzip das absolute Feuchtigkeitsangaben in Gewichtsprozent zulässt ! Die ermittelte Maßeinheit ist Masse – % !